Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung

Niemand kann ausschließen, seine Geschäftsfähigkeit zu verlieren, sei es durch Unfall oder altersbedingt. Es ist ein Gebot der Vernunft, für diesen Fall Vorsorge zu treffen und Vertrauenspersonen Vollmacht zu erteilen für die Regelung der Vermögens- oder Gesundheitsangelegenheiten. Diese Vorsorgevollmacht kann verknüpft werden mit einem Geschäftsbesorgungsvertrag. In dem Geschäftsbesorgungsvertrag wird detailliert geregelt, welche Pflichten der Bevollmächtigte hat, z.B. Heimpflege nur für den Fall, dass eine medizinische Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, Auskunftspflichten des Bevollmächtigten gegenüber den späteren Erben oder Miterben, eine eventuelle Vergütung des Bevollmächtigten, die Hinzuziehung einer weiteren Person bei der Verfügung über Immobilien etc. 

Die Patientenverfügung hat mit der Vorsorgevollmacht direkt nichts zu tun. Die Patientenverfügung ist lediglich die Anweisung an den Arzt, in einer Lebenssituation, die näher zu beschreiben ist, keine lebensverlängernden Maßnahmen mehr durchzuführen, zum Beispiel durch Mittel der medizinischen Intensivtherapie oder auch medizinische Hilfe zu unterlassen, wenn eine Teilnahme am Leben mit Bewusstsein und ohne medizinische Geräte und ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich ist.